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Montag, 18 Juli 2022 14:33

Asche auf unser Haupt ...

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… heute, am 18.7.2022 wachen wir auf und stellen fest, dass auf allen Schiffen komische Flocken an Deck liegen. Beim Wischen werden die Finger grau oder auch mal gerne schwarz. Scheint Asche zu sein. Wir rätseln woher das kommt ? Jedoch sind wir uns schnell einig dass dies wohl nicht aus einer Müllverbrennung oder ähnlichem kommen kann, da es dies im Umfeld hier nicht gibt. Scheint wohl von den Waldbränden südlich von A Coruna bis zu geweht worden zu sein. Im rahmen der Diskussion der Yachties im Hafen wurde klar: Beim Vulkanausbruch auf Island vor einigen Jahren hatte Asche die Flugindustrie in Europa lahmgelegt. Die Asche fliegt offensichtlich sehr weit. Da es derzeit in Frankreich und S-lich von uns ordentlich brennt, klingt es plausibel, dass dies Asche der Waldbrände sein muss. Na dann: Schlauch her und runter waschen !

Gestern morgen lief eine TO-Yacht direkt von den Azoren kommend hier in A Coruna ein. Im Gespräch stellt sich heraus, dass die Orcas begegnet sind. Allerdings ohne Attacke der Orcas. Ähnlich wie bei Menschen verhalten sich nicht alle Orcas wie „Arschlö**er“. Dennoch könnte auch sein, dass die Familie satt oder ohne Spieltrieb war. In einem kurzen Gang durch die Marina hatten wir alle Transocean Schiffe angesprochen, ob wir uns abends gegen 20:00 in der Hafenkneipe treffen können. Mit mehr als 15 Seglern hatten wir einen Transocean „Stammtisch“ inszeniert. Eine echt nette Runde. Viele Geschichten und Ratschläge zu Orcas und deren Abwehr wurden ausgetauscht. Schnell bilden sich Grüppchen welche gemeinsam losfahren wollen. Natürlich konnte sich nicht alle auf einen Termin einigen. Warum auch ? Aber im losen Verbund zu fahren vermittelt im Falle des Falles ein wenig Sicherheit. Zusammengehörigkeit ist eben Trumpf bei Transocean. Dennoch beansprucht jeder Skipper zurecht die Freiheit seine Entscheidungen selbst zu treffen. Nach dem Motto „Wenn Du möchtest: GERNE“ wenn nicht, dann treffen wir uns im nächsten Hafen. Eine wirkliche gute Erfahrung, zu wissen in einer Gemeinschaft zu sein, welche hilfreich aber nicht vereinnahmend ist. So verklang der Abend beim einen oder anderen Bierchen in sehr netter Gesellschaft mit regem Austausch von nützlichen Informationen.

Wir, die VOYAGE, ein 14mtr Motorboot, die PAULA, eine 11mtr Amel Kirk und die BELUGA, eine 15mtr Nauticat, beschlossen als Gruppe zumindest bis Muros zu fahren. Wahrscheinlich sogar bis Vigo. Die PAULA ist mit ihrem 11mtr aus unserer Sicht ziemlich genau im Beuteschema der Orcas. Um sicher zu stellen, dass dem Solosegler Ruud nichts passiert, werden wir uns in der Nähe halten.

Aktuell haben wir in A Coruna erhebliche Kaltwassernebel mit Sichtweiten unter 100mtr und Winden aus W. Vor Cap Finsterre werden Wellenhöhen über 2mtr berichtet. Deshalb planen wir unsere Abfahrt am Mittwoch morgen ein. Dort sollen die Winde wieder auf N oder NE drehen und uns dem Ziel entgegen blasen. Wir wollen den Diesel gerne im Tank behalten statt in einer hässlichen Welle gegen an zu dieseln. Warum auch, wir alle heben keinen Zeitstress und wir sind überzeugt, dass unsere Transocean Buddies Leni und Bert der Heimkehr sehr recht hatten: „Geduldiger Skipper hat immer guten Wind“

In diesem Sinne bis bald !

Gelesen 227 mal Letzte Änderung am Dienstag, 19 Juli 2022 08:04